Sonntag, 27. Dezember 2015

Das Jahr neigt sich dem Ende zu

Heute Morgen dachte ich über gute Vorsätze für das nächste Jahr nach. Ein Vorsatz ist mir sehr wichtig, und ich hoffe, dass ich ihn umsetzen kann.

Dieses Jahr war spannend, aufregend, fröhlich, traurig, belastend, ereignisreich, um nur einige Momente zu nennen. Eine liebe Freundin hat uns verlassen, und mir wurde wieder bewusst, dass das Leben nicht endlos ist.

Spontan entschied ich mich eine kleine Geschichte, die mir eine liebe Freundin vor einiger Zeit schickte, hier einzustellen. Leider weiß ich nichts über die Herkunft der Geschichte.



Eine schöne Geschichte

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten.

Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!"

Und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die
Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder.  Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.


Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort
stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
"Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche.

"Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten Sie würden es erkennen."


Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das
offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.

"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht
haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.


Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." 

Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt."
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft
das jedes Leben eines Tages endet, und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollten wir den Menschen, die wir lieben, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges für uns sind. 


(Verfasser/in unbekannt) 

Das könnte auch ein guter Vorsatz für das nächste Jahr sein.


Euch allen wünsche ich einen wunderbaren Start in das Jahr

2016.

Mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen. 

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Adventskalender



Adventskalender-Gedicht

Der etwas andere Adventskalender
Ich gäbe Dir gerne einen Kalender,
einen Kalender für die Zeit im Advent,
in dem, versteckt hinter kleinen Türchen,
etwas ist, was jeder Mensch braucht und kennt.
Am 1. wäre hinter dem Türchen Verständnis,
hinter dem 2. Türchen Phantasie,
hinter dem 3. Humor,
und dann kommt am 4. eine Portion Euphorie.
Hinterm 5. Türchen findest Du Hoffnung,
hinter dem 6. eine Menge Zeit,
und öffnest Du dann das 7. Türchen,
entdeckst Du dahinter Geborgenheit.
Im 8. Türchen sind Spaß und Freude,
im 9., da ist die Zuversicht,
hinterm 10. verborgen sind Kraft und Stärke,
im 11. ist Glück und im 12. ist Licht.
Hinterm 13. Türchen, da ist der Glaube,
am 14. findest Du Menschlichkeit,
am 15. Trost und am 16. Frieden,
hinterm 17. Türchen die Zweisamkeit.
Am 18. findest Du gute Gedanken,
am 19. Achtung vor Mensch und Tier,
am 20. Hilfe.
Fast ist alles offen,
zu öffnende Türchen gibt´s nur noch vier.
Hinterm 21. kommt die Freundschaft
und am 22. die Toleranz,
am 23. die innere Ruhe –
am 24. strahlt der Christbaum in seinem Glanz.
Hinter dem Türchen am Heiligen Abend
sind keine Geschenke, nicht Reichtum und Geld,
hinter diesem Türchen, da ist die Liebe,
das größte und wichtigste auf dieser Welt.
Ich gäbe Dir so gerne diesen Kalender,
diesen Kalender für die Zeit im Advent,
doch musst Du sie alle selbst Dir suchen,
die Dinge, die jeder Mensch braucht und kennt.
(Verfasser unbekannt)

Diesen Adventskalender habe ich heute im Netz gefunden.

Euch allen wünsche ich eine besinnliche und wunderschöne Adventszeit!

Montag, 30. November 2015

Vollmond am 26.11.2015

Letzte Woche habe ich es endlich einmal wieder geschafft den Vollmond zu knipsen.

Die Monate zuvor war es hier immer bewölkt. Umso mehr freue ich mich jetzt über diese Bilder.

Ich konnte mich nicht entscheiden welche Bilder ich einstellen möchte, deshalb gibt es alle Bilder zu sehen. Am 27.11. von  4:40 Uhr bis 5:10 Uhr habe ich fotografiert.








Liebe Grüße!

Freitag, 9. Oktober 2015

So goldig

Gestern habe ich (fast) alle meine Bilder durchgeschaut, und diese Bilder spontan ausgesucht um sie hier zu zeigen. Ich könnte diesen kleinen putzigen Tieren stundenlang bei ihrem Treiben zuschauen.





Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende.


Sonntag, 27. September 2015

Ein beeindruckendes Baumgesicht




Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag!

Dienstag, 28. April 2015

Frieden

Im letzten Post habe ich mit dem Thema "Frieden" begonnen. Nun möchte ich dieses Thema gerne vertiefen.

Als Astrid Lindgren besagte Rede hielt, war die körperliche Bestrafung noch sehr weit verbreitet.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis aus meiner Grundschulzeit (es war im Jahr 1970). Wir Mädchen trugen damals gerne weitschwingende Röcke.
Im Musikunterricht wurden viele Instrumente zur Verfügung gestellt. Auch ein Xylophon war dabei. Vor Unterrichtsbeginn baute unser Musiklehrer die Instrumente bereits auf. Es war Frühling und wir hatten in der Pause herumgetobt. Wir liefen übermütig in den Klassenraum und meine liebste Freundin blieb mit ihrem Rocksaum am Xylophon hängen, das scheppernd zu Boden fiel. In dem Moment betrat der Lehrer den Klassenraum, und Annegret (so hieß meine Freundin) wurde von ihm hinauszitiert. Er hat Annegret geschlagen und ich kann noch heute mein Entsetzen fühlen.

Körperliche Gewalt darf und kann niemals eine Lösung sein!
Genausowenig wie psychische Gewalt!

Psychische Gewalt ist keine neues Thema und leider gibt es viele Opfer, die durch psychische Gewalt einen, manchmal langen, Leidensweg erdulden müssen.

Hier
gibt es einen guten Beitrag zu dem Thema.

Es ist sicher wichtig zunächst bei uns selbst zu schauen, was wir verändern können.

Um es mit den Worten von Mahathma Gandhi zu schreiben:

"Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt."
- Mahatma Gandhi

Frieden mit uns selbst zu machen, den "Inneren Frieden" finden, das halte ich für ein erstrebenswertes Ziel.

Wenn es allen Menschen möglich wäre, sich im  Kontakt mit anderen Menschen so zu verhalten, wie sie es sich für sich selbst wünschen, dann wäre schon viel gewonnen.

Euch  allen wünsche ich einen wunderschönen Abend.


Donnerstag, 9. April 2015

Fast 1 Jahr ist es her

Fast 12 Monate ist es her, dass ich hier einen Beitrag gepostet habe. Nun wird es wieder mehr zu lesen geben!

Beginnen möchte ich mit dem Thema:

FRIEDEN

****************

Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen.
(Mahatma Gandhi)

(Festrede, gehalten von Astrid Lindgren, in der Frankfurter Paulskirche anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, 1978)

Alle Kinder dieser Erde lieben Astrid Lindgren (geboren 1907 in Schweden).
Aber auch den Erwachsenen hat die “Mutter” von Pippi Langstrumpf Bedenkenswertes zu sagen:

"Jetzt werde ich eine kleine Geschichte erzählen. Ich hörte sie selbst vor langer Zeit, eine alte Dame erzählte sie mir, und ich habe sie niemals vergessen. Sie ging so – wenn ich mich recht erinnere:

Ich war jung zu jener Zeit, als fast alle Kinder oft geschlagen wurden.
Man hielt es für nötig, sie zu schlagen, denn sie sollten artig und gehorsam werden. Alle Mütter und Väter sollten ihre Kinder schlagen, sobald sie etwas getan hatten, von dem Mütter und Väter meinten, dass Kinder es nicht tun sollten.

Mein kleiner Junge, Johan, war ein artiger und fröhlicher kleiner Kerl, und ich wollte ihn nicht schlagen. Aber eines Tages kam die Nachbarin zu mir herein und sagte, Johan sei in ihrem Erdbeerbeet gewesen und habe Erdbeeren geklaut, und bekäme er jetzt nicht seine Schläge, würde er wohl ein Dieb bleiben, ein Leben lang. Mit Müttern ist es nun einmal so, dass ihnen angst und bange wird, wenn jemand kommt und sich über ihre Kinder beschwert.

Und ich dachte: Vielleicht hat sie recht, jetzt muss ich Johan wohl eine Tracht Prügel verpassen. Johan saß da und spielte mit seinen Bausteinen – er war ja damals erst fünf Jahre alt -, als ich kam und sagte, dass er nun Prügel bekäme und dass er selbst hinausgehen sollte, um eine Rute abzuschneiden. Johan weinte, als er ging. Ich saß in der Küche und wartete. Es dauerte lange, bis er kam, und weinen tat er noch immer, als er zur Tür hereinschlich. Aber eine Rute hatte er keine bei sich.
“Mama” sagte er schluchzend, “ich konnte keine Rute finden, aber hier hast Du einen Stein, den Du auf mich werfen kannst!” Er reichte mir einen Stein, den größten, der in seiner kleinen Hand Platz fand. Da begann auch ich zu weinen, denn ich verstand auf einmal, was er sich gedacht hatte: Meine Mama will mir also wehtun und das kann sie noch besser mit einem Stein.

Ich schämte mich. Und ich nahm ihn in die Arme, wir weinten beide, soviel wir konnten, und ich dachte bei mir, dass ich niemals, niemals mein Kind schlagen würde. Und damit ich es ja nicht vergessen würde, nahm ich den Stein und legte ihn in ein Küchenregal, wo ich ihn jeden Tag sehen konnte, und da lag er so lange, bis Johan groß war. Dieb wurde keiner aus ihm. Das hätte ich gern meiner Nachbarin erzählen mögen, aber sie war schon lange fortgezogen. Ja, so sprach die alte Dame, die mir dies alles erzählte, als ich noch sehr jung war.

Und ich weiß noch, dass ich mir dachte: Ich werde meine Kinder auch nicht schlagen, sollte ich welche bekommen. Ich bekam zwei Kinder und ich schlug sie niemals. Trotzdem wurden gute Menschen aus ihnen. Und auch sie schlagen ihre Kinder nicht.

Warum erzähle ich das alles?

Es sollte ja vom Frieden die Rede sein. Ich glaube, das tut es auch. In gewisser Weise. Immer noch gibt es viele Mütter und Väter auf der Welt, die ihre Kinder schlagen und glauben das sei gut. Sie meinen, Kinder würden artig und gehorsam durch Schläge.

Aber stattdessen werden sie zu solchen Menschen, die gerne selber andere schlagen und weitermachen damit, wenn sie groß sind. Denn wie sollte einer, der sich als Kind an die Gewalt gewöhnt hat, zu einem friedlichen Menschen heranwachsen?

Und wie soll es Frieden geben in der Welt, wenn es keine friedfertigen Menschen gibt? Zu Hause, in den Wohnungen, muss der Friede beginnen. Ich glaube, es wäre gut, wenn ein Stein in den Küchenregalen läge, fast überall auf der Welt, als Erinnerung: Schluss mit Gewalt!

Ich kenne eine Menge Staatsmänner und Politiker, die einen solchen Stein auf dem Küchenregal haben sollten. Aber dann würden sie vielleicht bloß die Steine nehmen und hinausgehen und einander die Schädel damit einschlagen. Denn glaubt man an Gewalt, dann handelt man auch so! 

(Astrid Lindgren)
Euch allen ein wunderschönes und sonniges Wochenende!