Freitag, 15. Juni 2012

Hochzeitstag


 

Heute vor 33 Jahren habe ich meinem Mann versprochen, bis ans Ende meiner Tage, an seiner Seite zu sein!

Ich habe es nicht bereut!

Allen damaligen Unkenrufen zum Trotz (wir waren 18 Jahre alt) führen wir bis heute eine glückliche Ehe.
Es war auch nicht so, dass wir heiraten mussten, wie es damals so hieß wenn ein Baby unterwegs war.
Unser erstes Kind wurde 2 1/2 Jahre später geboren.

Ich hoffe, dass das Ende meiner Tage noch lange dauert, und ich noch viele weitere wunderschöne Jahre mit meinem außergewöhnlichen, großherzigen und liebevollen Mann verbringen darf!!!

Liebe Grüße

Sonntag, 3. Juni 2012

Café Dunkel

Einige von Euch wissen, dass ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können. Am Samstag war ich, gemeinsam mit 3 Kollegen, mit 7 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren, im Café Dunkel.

Das war ein beeindruckendes Erlebnis.

45 Minuten in völliger Dunkelheit.

Wir wurden von 2 Gastführerinnen in Empfang genommen. Eine "Sehende" und eine "Nichtsehende". Nach einer gründlichen Einweisung ging es los.
Zuerst mussten wir 3 Vorhänge passieren. Nach dem dritten Vorhang wurde unsere linke Hand auf ein Seil gelegt und an diesem Seil mussten wir uns weitertasten, bis unsere Hand in Empfang genommen und auf einen Stuhl gelegt wurde. Dann konnten wir uns setzen und es hieß warten, bis alle ihren Platz gefunden hatten.
Vor uns auf dem Tisch stand bereits ein Stück Kuchen und als alle Platz genommen hatten, wurden wir nacheinander gefragt was wir trinken möchten. Nachdem alle Getränke verteilt waren und wir es uns schmecken ließen, fing die "Nichtsehende" an uns etwas über ihr Leben in Dunkelheit zu erzählen.

Sie hat die Jugendlichen mit einbezogen und sie gefragt welche Spiele Nichtsehende wohl spielen können.
Es kamen tolle Ideen von den Jugendlichen. Natürlich war auch Fernsehen, Computer und Telefon ein wichtiges Thema, wie das halt so ist in der Altersgruppe. Auch heiraten und Kinder haben und Sport wurde angesprochen.

Zum Schluß wurde langsam Licht, geregelt durch einen Dimmer, gemacht.

Zu erleben wie schnell unsere übrigen Sinne sich auf die Dunkelheit einstellen war schon faszinierend.
Alle Jungs (Mädchen waren nicht dabei) haben sich sehr respektvoll und höflich (das ist nicht immer so) verhalten und wurden von beiden Gastführerinnen sehr gelobt.
Ich habe mich sehr gefreut, dass alle durchgehalten haben.
Das ist schon eine Herausforderung wenn viele Ängste in einem Menschen schlummern.




Donnerstag, 31. Mai 2012

Es war einmal.....

....ein liebliches kleines Gurkenpflänzchen. Das lebte im Garten einer netten Familie, die dafür sorgte, dass das Pflänzchen genügend zu trinken und ausreichend Sonne bekam. Auch vor zu heftigem Wind war es geschützt. Es konnte sich so richtig entfalten denn Platz gab es auch genug. Da diese Familie so nett war, durften alle wilden Tiere die vorbeikamen, und sich wohlfühlten, im Garten bleiben. Eines Tages bezog ein Mäuschen ihre neue Wohnung hinter dem Efeu, der in unmittelbarer Nähe des Gurkenpflänzchens wuchs.
Dann, an einem schönen Morgen, saß die Menschenfrau auf der Terrasse und genoß ein Tässchen Kaffee. Plötzlich bemerkte sie, dass auf der Erde neben dem Gurkenpflänzchen ein großes Gurkenblatt lag. Das Gurkenblatt setzte sich wie durch Zauberei in Bewegung, und die Menschenfrau beobachtete gespannt was wohl passieren würde. Nach einer Weile blieb das Blatt liegen und hervor krabbelte eine kleine......Maus. 
Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn, atmete einige Male tief ein und aus und knabberte schließlich genüsslich an dem Blatt. Nachdem sie sich gestärkt hatte, krabbelte sie wieder unter das Blatt und verschwand damit im Efeu. Die Menschenfrau dachte noch:"Nein, Mäuse fressen doch keine Gurken", war nun aber doch unsicher geworden.
Die Menschenfrau schaute sich das Gürkchen nun genauer an und erschrak. Alle kleinen Gürkchen (so 7-8) waren verschwunden und der Stengel und die Blätter sahen ziemlich traurig aus.

Zunächst hatte die Menschenfrau diese Aktion mit dem Blatt leicht amüsiert beobachtet doch nun war sie traurig. War doch das Gurkenpflänzchen ihr ganzer Stolz und sie hatte ihm soviel Pflege zukommen lassen. Auch das Gürkchen tat ihr sehr leid.

Am Abend erzählte die Menschenfrau ihrem Menschenmann die Geschichte, der kurz davor war zu hyperventilieren. Nachdem er sich beruhigt hatte, beschloss der Menschenmann:"Wir müssen etwas tun um das Gürkchen zu schützen!" Aber was???????? Die Menschen beschlossen in Ruhe darüber nachzudenken.

Die Maus hatte wohl eine große Familie zu ernähren, denn nach und nach verschwand ein Blatt nach dem anderen. Der Stengel war inzwischen auch angeknabbert und so gab es für das Gurkenpflänzchen keine Rettung mehr. 

Liebe Grüße